12/10/14, News

Support for social and cultural projects

Unterstützung sozialer und kultureller Projekte
Auch in diesem Jahr wird die Brauerei Rothaus ein soziales oder kulturelles Projekt im Schwarzwald oder mit Bezug zum Schwarzwald mit einer Großspende unterstützen. Die Vorschläge können hier eingesehen werden. Im Oktober wird eine Jury über die Verwendung der Spende für das Jahr 2014 entscheiden.

Augustinermuseum in Freiburg

Mitten in Freiburgs Altstadt entsteht das neue Augustinermuseum, das die Geschichte unserer Region eindrucksvoll vermittelt. Die aufwendige Sanierung des wichtigsten Freiburger Museums ist ein Leuchtturmprojekt, das alle Beteiligten fordert und fasziniert. Das Kuratorium Augustinermuseum unterstützt dieses Vorhaben in herausragender Weise und hat die Bürgerschaft mobilisiert.

Vorstandschaft des Kuratorium Augustinermuseum Freiburg, Frau Feierling-Rombach, Dr. Hodeige (Vorstandsvorsitzender), Hr.Kary, Frau Dr. Langbein

XXXKuratorium Augustinermuseum Freiburg e. V. (v.l.n.r.) Helfer Constantin Langbein, Stellv. Vorsitzende Martina Feierling-Rombach, Vorstand Dr. Christian Hodeige, Schatzmeister Horst Kary, Leiterin der Geschäftsstelle Dr. Ulrike Langbein

 

Dies gelingt vor allem über Patenschaften für erlesene Kunstwerke. Die Spenden, die mit den Patenschaften einmalig fällig werden, fließen vollständig in die Sanierung des Museums und in die Erhaltung der Kunstwerke. Die Brauerei Rothaus konnte die Patenschaft für zwei schwarzwaldtypische Werke reservieren: die "Flötenuhr" der Gebrüder Welte aus Vöhrenbach (1838) und das Gemälde "Uhrmacherwerkstatt" (1906) von Paul Segisser. Nachfolgend werden die beiden Werke näher vorgestellt.

Flötenuhr

 

 

 

 

 

Die Firma M. Welte & Söhne (1832–1952) war ein typischer südwestdeutscher mittelständischer Industriebetrieb, der international erfolgreich wirkte. 1832 gründete Michael Welte eine Werkstatt in Vöhrenbach. Das Handwerk des Spieluhrenmachers hatte Welte bei Jakob Blessing in Unterkirnach gelernt und dort auch seine Gesellenzeit verbracht. In der eigenen Werkstatt stellte er nun Flötenuhren und Musikwerke mit Pfeifen her, deren Melodien eine Stiftwalze steuerte. Sein großer wirtschaftlicher Erfolg ermutigte den Uhrenhersteller dazu, größere Musikwerke herzustellen, die mit den ursprünglichen Flötenuhren nicht mehr viel gemeinsam hatten. Vor allem mit seinen Pfeifeninstrumenten gelangte das Vöhrenbacher Unternehmen bald zu Weltruhm, sie standen in den Konzertsälen der Fürsten und in den Salons der Oberschicht. Die Instrumente aus dem Schwarzwald waren ein Exportschlager und beeindruckten die Welt auf den Weltausstellungen: 1862 in London und 1867 in Paris. 1866 entstand in den USA die Niederlassung M. Welte & Sons. Im Jahre 1872 verlagerte man die Firma nach Freiburg, denn der Standort Vöhrenbach konnte mit den wirtschaftlichen Entwicklungen nicht Schritt halten.

Uhrmacherwerkstatt von Paul Segisser

 

 

 

 

 

Aufgrund des Anerbenrechts (nur ein Sohn erbt den elterlichen Hof) mussten die Nachkommen der schwarzwälder Bauern mühsam nach anderen Erwerbsquellen suchen. So entstand ein vielfältiges Heimgewerbe, das Schnitzen war besonders wichtig. Schließlich lieferten die Wälder der Umgebung dazu die bedeutenste Ressource: Holz. Neben Stall- und Haushaltsgeräten schnitzen die Schwarzwälder auch kunstvolle Gegenstände, die sie verkauften. Die Uhrmacherei avancierte zum erfolgreichsten Heimgewerbe, das tausende Familien ernährte. Uhrenhändler exportierten die geschnitzten Uhren bis nach Nordamerika, Skandinavien, Russland und in den Orient.

Vom Uhrenstandort Schwarzwald zeugen die Darstellungen einer Uhrmacherwerkstatt von Paul Segisser und ein Meisterwerk der Uhrmacherkunst: die aufwendig gearbeitete Flötenuhr der berühmten Firma M. Welte & Söhne.


Naturkindergarten Lichtpünktchen

Naturkindergarten Lichtpünktchen

In der Gemeinde Todtmoos wurde vor zwei Jahren der Naturkindergarten "Lichtpünktchen" gegründet. Er liegt inmitten der schönen Natur des Hochschwarzwaldes und 20 Kinder sind täglich mittendrin. Der Naturkindergarten "Lichtpünktchen" ist ein Kindergarten vorwiegend unter freiem Himmel. Die Kinder erleben jeden Tag auf dem eingegrenzten Gelände den Wald, die Wiese und die Tiere, die ihnen beim Spielen begegnen. Da der Naturkindergarten jahrein und jahraus bei jeder Witterung Spaß machen soll, wurde mit großem Engagement und finanziellem Aufwand ein Schutzhäuschen errichtet, in das sich die Kinder bei anhaltend schlechter Witterung zurückziehen können.

 

Autismus-Therapie-Zentrum

Autismus-Therapie-Zentrum

Das Autismus-Therapie-Zentrum in Freiburg hat derzeit eine Wartezeit für Patienten von ca. einem Jahr bis zum Therapiebeginn. Es muss dringend umgebaut und vergrößert werden, damit zusätzliches Personal eingestellt werden kann, um die Wartezeiten zu verkürzen. Gerade bei Kindern ist jeder Monat Wartezeit ein verlorener Monat. Das Autismus-Therapie-Zentrum ist als gemeinnützige GmbH auf Spenden angewiesen, um die Arbeit effektiv zum Wohle der Patienten fortführen zu können. http://www.autismus-suedbaden.de/ 

Timeout e.V. Hofgut Rössle in Breitnau

Timeout e.V. Hofgut Rössle in Breitnau

Seit über 10 Jahren beherbergt das Hofgut Rössle auf den Nessellachen bei Breitnau die Jugendhilfeeinrichtung Timeout e.V.. 

Schulmüde und schulverweigernde Kinder und Jugendliche finden hier in diesem ehemaligen Schwarzwaldgasthof eine ebenso herzliche und großzügige Aufnahme und Pflege wie die Reisenden und Urlauber in den Jahrhunderten zuvor. Das Rössle ist ein Haus der Rast und Gastfreundschaft geblieben!

Neben den eigentlichen Aufgaben in der stationären und beratenden Jugendhilfe ist es Timeout ein Anliegen, das Hofgut Rössle als Ort kultureller Veranstaltungen und Begegnungen in den Umkreis und in die Bürgerschaft hinein zu öffnen. Die regelmäßig angebotenen Konzerte, Lesungen, Vorträge, Workshops und Aufführungen erfreuen sich wachsender Beleibtheit. Die gemeinsame Bewirtschaftung (Forst-, Vieh- und Milchwirtschaft) der Nessellachen trägt ferner zur Pflege dieser Jahrhunderte alten Kulturlandschaft im Hochschwarzwald bei.

Schulverweigerung und Schulunlust haben viele Ursachen. Alle Schularten und gesellschaftlichen Kreise sind davon betroffen. Kinder und Jugendliche scheitern immer öfter an den Erwartungen von Elternhaus, Schule und Gesellschaft und haben eine Vielzahl peinigender, verstörender, entmutigender Ereignisse und Erlebnisse zu verkraften. Viele von ihnen sehen sich schließlich als Versager abgestempelt und sind am Ende gar selbst der Meinung, nichts mehr wert zu sein - „Ich bin nichts! Ich kann nichts! Aus mir wird nichts!“. Sie „scheitern“ an der Verwechslung von Schule mit einem Lern-“Betrieb“, der seine Abläufe und Standards zunehmend aus der Industrie kopiert und somit in analoger und konsequenter Weise eben auch „Ausschuss“ produziert.

Bei Timeout auf dem Hofgut Rössle können Schüler ihre Lernbegierde neu entfachen, Interesse entwickeln und Talente entdecken. Zunächst während einer dreimonatigen „Auszeit“ vom Unterricht im Klassenzimmer an zahlreichen außerschulischen Lernorten und Erfahrungsräumen in Forst-, Land-, Hauswirtschaft und Milchverarbeitung. Denn in Wald, Garten, Stall, Werkstatt und Küche können sie bisher ungeahnte Fähigkeiten an sich entdecken. Dies ermutigt im Sinne der von Hartmut von Hentig geforderten „nützlichen Erfahrung nützlich zu sein“. Für die Erfahrung einer starken Selbstwirksamkeit sind das unverzichtbare Erlebnisse.

Nachdem solcherart sinnhaftes Tätigsein in der Gemeinschaft das Selbstvertrauen stärkte, stellt sich das Verlangen auch nach schulischem Lernen meist ganz von selbst wieder ein. In Absprache mit den Lehrern und Betreuern dürfen die Kinder und Jugendlichen in der Folge selbst bestimmen, in welchem Umfang und in welchem Tempo sie wieder an den schulischen Unterrichtsangeboten teilnehmen.  An Stelle von „Compliance“ wird dabei Kreativität gefördert, an Stelle von Konformität wird Diversität als naturgegeben betrachtet und danach gestrebt, ihr mit individueller Förderung zu begegnen.

Den Kindern und Jugendlichen wird hier ein sicherer Ort geboten, ein Stück Heimat auf Zeit. Dies verschafft ihnen eine Atempause, in der sie sich neu orientieren, neue Kraft sammeln und neuen Mut schöpfen können.  Denn jeder Mensch ist ein Könner! Wer das einmal verstanden hat, kann diesen Könner in sich selbst freisetzen und anderen dabei helfen, ihn zu entdecken.

Von Anfang an gehörte dabei die konsequente Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung zum Konzept dieser Einrichtung. So leben und lernen hier Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung ebenso zusammen wie solche mit schweren Traumatisierungen oder ernsthaften chronischen Erkrankungen.

Die hier stationär aufgenommenen Kinder und Jugendlichen werden als Schüler einer Freiburger Schule freier Trägerschaft geführt, mit der seit Gründung der Einrichtung eine entsprechende Kooperation besteht, sie werden jedoch im Hofgut Rössle in einer autonomen Außenklasse unterrichtet. Die älteren Schüler werden gezielt auf den Hauptschulabschluss vorbereitet. Praktika zur Berufsorientierung und -findung gehören selbstverständlich dazu. Viele nutzen hier die Gelegenheit, diesen bundesweit staatlich anerkannten Schulabschluss zu erlangen.

Um Jugendlichen, denen danach eine Rückkehr in die Familie nicht mehr möglich ist, bei den Schritten in Richtung einer Verselbständigung behilflich sein zu können, wird intensiver Kontakt zu weiterführenden Schulen, Werkstätten und Ausbildungsbetrieben der Umgebung gepflegt. Darüber hinaus bietet die jüngst gegründete Timeout GmbH in Vörstetten bei Freiburg für diese Heranwachsenden und jungen Erwachsenen ein so genanntes „Betreutes Wohnen“ an.

Die Spende könnte dazu beitragen, die Unterrichtssituation durch Schaffung eines weiteren, größeren Schulzimmers zu verbessern. Bisher findet der Unterricht unter recht beengten Verhältnissen eines nur ca. 25 qm großen Dachgeschosszimmers mit schrägen Wänden statt. www.timeout.eu

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