28.10.2018, von B. Schneeweiß,

Aluminiummanschetten

Sehr geehrte ***** und Herren, ich erinnere mich an die Zeit meines Jugendalters. Die Erwachsenen meiner Familie tranken an Weihnachten das Tannenzäpfle von Ihrer Barauerei. Wir Kinder saßen dabei und spielten mit den Manschetten aus Aluminium, welche bei den Flaschen über die Flaschenhälse gestülpt waren. Unter anderem bastelten wir daraus Weihnachtssterne, indem wir sie falteten und mit der Schere Formen hineinschnitten oder goldene Balletttänzerinnen formten. Nun bin ich inzwischen 32 Jahre alt und besuchte dieses Wochenende wieder einmal meine Eltern. Es wurde leckeres Essen gekocht und wir saßen gesellig beisammen, während wir wieder das leckere Tannenzäpfle. Uns fiel auf, dass es heutzutage nicht mehr vertretbar ist, solche Manschetten aus Aluminium als Zierde oder auch als Hygienemaßnahme auf einen Flaschenhals zu stülpen. In Zeiten, in denen in Guinea, Jamaika, Australien und Brasilien für die Forderung von Bauxit rießige Waldflächen gerodet werden und damit wichtige Lebensräume von Tier und Mensch zerstört werden, finde ich es wichtig, dass Konsumenten und Produzenten gleichermaßen Verantwortung übernehmen. Es sind aber nicht nur die Rodungen, welche ganz Landstriche zerstören, sondern auch die Herstellung von Aluminium. So entsteht dabei ein hochgiftiger Schlamm, welcher ganze Ökosysteme langsam aber sicher abtötet. Ganz zu Schweigen von dem Energieaufwand bei der Gewinnung und den Unmengen an Sondermüll, welchen wir unserer Welt hinterlassen. Ich als Konsument sehe es als Teil meiner Verantwortung, Sie als Produzent an meinen Gedanken teilhaben zu lassen. Da Ihnen ja das Thema Nachhaltigkeit wohl am Herzen liegt, müsste es Ihnen ein Anliegen sein, diesen Wahnsinn sein zu lassen. Wer ein Bier aus der Flasche trinkt, hat bestimmt in den seltensten Fällen ein Problem mit der Hygiene. Ansonsten soll er es halt aus dem Glas trinken. Alles andere widerspricht jeder Logik, auch wenn ca. 50% des Aluminiums wieder an Sie zurück geht. Das ist Ihre Veramtwortung als Produzent! Ich danke Ihnen, dass Sie sich Zeit genommen haben, diese Zeilen zu lesen und würde mich sehr freuen, wenn Sie sich in Ihrem Betrieb mit dem Thema auseinandersetzen würden. Mit besten Grüßen, Benedikt Schneeweiß

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29. 10. 2018 , Karina Fischer

Diesem Anliegen schließe ich mich gerne an, denn zur Abschaffung der Alumanschette wollte ich heute auch anregen. Andere Brauereien verkaufen ihr Bier auch ohne diese unnötige Manschette. Inzwischen kaufen wir das Pils einer bayerischen Brauerei, würden aber wieder Zäpfle trinken, wenn die Alumanschette wegfällt. Die eingesparten Kosten könnten als Spende z.B. in Umweltprojekte investiert werden.
Freundliche Grüße

30. 10. 2018 , Badische Staats...

Liebe Frau Fischer, lieber Herr Schneeweiß,

vielen Dank für Ihre Nachrichten. Wir teilen Ihre Meinung, dass angesichts knapper Ressourcen ein verantwortungsvoller Umgang mit Rohstoffen erforderlich ist. Es ist sicherlich ein Thema, das uns schon lange intensiv beschäftigt, da wir bereits seit vielen Jahren so umweltschonend und nachhaltig wie möglich brauen. Informieren Sie sich auch gerne hier: https://www.rothaus.de/de/ueber-rothaus/heimat-umwelt/nachhaltigkeit. Auch in Zukunft werden wir beständig an diesem Thema arbeiten, das können wir Ihnen versichern.

Eine Empfehlung, wenn Sie dennoch nicht auf unsere Qualitätsbiere verzichten wollen: Unsere Biere gibt es auch in 0,5l Flaschen - ohne Faltakapsel (Aluminiummanschette).

Herzliche Grüße, Ihr Rothaus Team

30. 10. 2018 , Sigmar Schuler

Die Diskussion findet auf dieser Gästeseite auch noch unter der Überschrift Faltakapseln statt. Das Aluthema scheint wohl einige Rothausbiertrinker umzutreiben ….

Aluminiummanschetten | Rothaus

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