R4 - Gerstenmalz & Weizenmalz – Zwei Malzarten, ein Qualitätsversprechen
Gerstenmalz ist das klassische Braumalz und ein zentraler Bestandteil unserer Rezepturen. Es entsteht durch Keimung und Trocknung von Gerste und verleiht dem Bier seine Farbe, seinen Körper und die typische malzige Fülle. Für unsere Rothaus-Biere setzen wir ausschließlich auf zweizeilige Sommerbraugerste aus Baden-Württemberg – ein echtes Qualitätsmerkmal.
Weizenmalz kommt bei unseren obergärigen Bieren wie dem Hefeweizen und dem Weizenzäpfle zum Einsatz. Es sorgt für ein fruchtiges Aroma und einen besonders cremigen Schaum – ein charakteristisches Merkmal unserer Weizenbiere, das sie so beliebt macht.
R5 - Aromahopfen – Die feine Seele des Bieres
In unserer Brauerei setzen wir auf das Beste, was der Hopfen zu bieten hat: 100 % Aromahopfen – und das aus den weltweit renommiertesten Anbaugebieten Tettnang am Bodensee und der Hallertau in Bayern. Dieser edle Hopfen verleiht unseren Bieren nicht nur die angenehme Bittere, sondern auch ein besonders feines Aroma – vergleichbar mit dem Duft einer Alpenkräuterwiese.
Hopfen ist weit mehr als nur ein Geschmacksträger. Die bis zu sieben Meter hohe Kletterpflanze gilt als anerkannte Heilpflanze. In ihren Dolden befinden sich winzige Harzkügelchen – kleine „Kraftpakete“ mit über 150 Einzelsubstanzen. Darunter das Lupulin, das dem Hopfen seinen lateinischen Namen Humulus Lupulus verleiht. Diese Substanzen geben dem Bier nicht nur Geschmack, sondern wirken auch entspannend und beruhigend.
Bei Rothaus kommt zu Pellets gepresster Naturhopfen zum Einsatz. So bleibt er bestmöglich vor Umwelteinflüssen geschützt – für Frische, eine feine Bittere und ein ausgewogenes Hopfenprofil. Während viele Brauereien mit Aromahopfen werben, lohnt sich ein genauer Blick: Denn der Anteil macht den Unterschied. Bei uns sind es 100 % Aromahopfen, nicht nur ein kleiner Zusatz.
Wer an einem Rothaus-Bier riecht, erkennt sofort: Hier steckt echte Hopfenkunst drin – kein stechender Bitterton, sondern ein feines, edles Aroma, das unsere Biere unverwechselbar macht.
R6 - Hefe – Das unsichtbare Herz der Gärung
Die Magie des Bierbrauens beginnt mit einem winzigen, aber entscheidenden Organismus: unserer Rothaus-Reinzuchthefe. Sie ist das unsichtbare Herz der Gärung – sie wandelt Zucker in Alkohol und Kohlensäure um und prägt dabei den Geschmack unserer Biere, von fein aromatisch bis fruchtig.
Unsere Hefe wird im eigenen Betriebslabor gepflegt und regelmäßig frisch vermehrt. Für zusätzliche Sicherheit ist sie auch in der Hefebank des Forschungszentrums Weihenstephan hinterlegt. Im Rahmen unseres Brauverfahrens erfolgt die sogenannte kalte Gärung bei Temperaturen um 10 °C. Unsere Hefe arbeitet dabei langsam, aber äußerst präzise.
Wir geben unseren Bieren sieben Tage Zeit zur Gärung – obwohl moderne Anlagen den Prozess auf ein bis zwei Tage verkürzen könnten. Doch wir setzen bewusst auf Qualität statt Geschwindigkeit: Die lange, kalte Gärung verhindert die Bildung unerwünschter Nebenprodukte wie Fehlalkohole, die Kopfschmerzen verursachen können.
Auch bei der Nachgärung und Lagerung lassen wir dem Bier Zeit. Unsere Biere reifen in einem zweiten Tank vier bis fünf Wochen lang bei unter 0°C zu ihrer geschmacklichen Vollendung. So entsteht die besondere Rezenz – das frische Prickeln, das Rothaus-Biere so beliebt macht.
Für diesen aufwändigen Reifungsprozess stehen uns über 60 Lagertanks mit je 1.800 Hektolitern zur Verfügung. So können wir auch in den absatzstärksten Monaten höchste Qualität und Liefersicherheit garantieren.
Und das alles unter der Verantwortung unserer zehn Braumeister, die bei jedem Schritt entscheiden, wann das Bier perfekt gereift ist. Denn bei Rothaus gilt: Nur mit natürlichen Rohstoffen, handwerklicher Sorgfalt und Zeit entsteht ein Bier, das seinen Namen verdient.