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Das 19. Jahrhundert

Im Zuge der Säkularisierung 1806 fiel die Brauerei Rothaus an das Großherzogtum Baden und hieß ab diesem Zeitpunkt „Großherzogliche Badische Staatsbrauerei Rothaus“. Schon 20 Jahre nach der Gründung beschloss man aufgrund der wachsenden Nachfrage die erste Erweiterung der Produktionsstätten. 1830 wurde der bis zu diesem Jahr bestehende Gebietsschutz für die Brauerei Rothaus in der Grafschaft Bonndorf aufgehoben.

Um die immer noch wachsende Nachfrage nach Rothaus-Bier zu befriedigen, wurden in der Brauerei Rothaus in den Jahren 1842 bis 1846 umfangreiche Umbaumaßnahmen und Modernisierungen durchgeführt. 1847 vernichtete ein Brand Teile der Brauerei, den Dachstuhl und Teile der Vorräte. Durch den beherzten Einsatz der Mitarbeiter konnte das Übergreifen des Feuers verhindert werden, die gerade neu errichteten Gebäude blieben zum großen Teil erhalten und die Produktion wurde sehr schnell wieder aufgenommen.

Im Zuge der Badischen Revolution 1848/49 wurde die Brauerei von Preußischen Truppen besetzt, die sich auf Kosten der Brauerei verpflegen ließen. Rund 120 Soldaten wurden in Rothaus stationiert. Mit der Reichsgründung und der Vereinheitlichung der Währungen im Jahre 1871 öffneten sich für die Brauerei Rothaus neue Märkte.

1875 investierte die Brauerei Rothaus in neue Technik: Ein Eisenbahn-spezialwaggon für den Biertransport, eine neue stärkere Dampfmaschine, eine neue Darre zur Malzproduktion, ein neuer Eiskeller, eine neue Hefereinigungs- und Sortiermaschine und weitere technische Geräte. Nur wenige Jahre später führte die Brauerei Rothaus das erste Rothaus Flaschenbier in den Handel ein. Weihnachten 1892 wurde das erste Rothaus Flaschenbier in St. Blasien verkauft. Fünf Jahre danach kaufte Rothaus ein „motorisiertes Transportfahrzeug“, der erste Rothaus LKW.